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Die Ehescheidung

Damit eine Ehe geschieden werden kann, muss zunächst das Scheitern der Ehe festgestellt werden.


Unter Scheitern der Ehe versteht der Gesetzgeber, 

  1. dass die eheliche Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und
  2. nicht zu erwarten ist, dass diese Lebensgemeinschaft wiederhergestellt werden kann.

Als Beispiele seien hier ein dauerhaftes Getrenntleben der Ehegatten oder die neue Beziehung zu einem anderen Lebensgefährten genannt.

 

Trennungsdauer

 

Um ein Scheitern der Ehe feststellen zu können, sieht der Gesetzgeber eine gewisse Trennungsdauer vor.

 

Die Trennungszeiträume unterliegen dabei folgenden Voraussetzungen:

 

1. unter einem Jahr

 

Eine Scheidung bei einer Trennung von unter einem Jahr, ist nur unter engen Voraussetzungen möglich. Geregelt ist dies in § 1565 Abs. 2 BGB.

Danach ist eine Scheidung in diesem Fall nur möglich, wenn die Fortsetzung der Ehe für die den Scheidungsantrag stellende Partei, aus Gründen die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde.

 

Als Beispiel sei hier der Fall von Gewalttätigkeiten in der Ehe genannt.

 

2. nach einem Jahr

 

Nach einem Jahr des Getrenntlebens wird die Zerrüttung der Ehe vermutet, so dass dann eine einvernehmliche Scheidung möglich ist, dies ist der Fall, wenn der andere Ehegatte einverständlich dem Scheidungsantrag zustimmt.

 

3. weniger als drei Jahre

 

Stimmt der andere Ehegatte dem Scheidungsantrag nicht zu und sind die Eheleute noch keine drei Jahre getrennt, so muss der den Scheidungsantrag stellende Ehegatte das Scheitern der Ehe darlegen und beweisen können.

 

4. mehr als drei Jahre

 

Nach dreijährigem Getrenntleben der Ehegatten gilt die Ehe als zerrüttet. Eine Zustimmung zur Scheidung durch den anderen Ehegatten ist dann nicht mehr erforderlich. Die Ehe kann in diesem Fall auch ohne Zustimmung des anderen Ehegatten geschieden werden.

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